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Heicks und die Frischzellenkur
Von heute an präsentiert sich das TAM frisch saniert – vier Bühnen unter einem Dach
Bielefeld (WB). »Das Foyer ist eigentlich kleiner, sieht aber viel größer aus«, freut sich Eva Schreiber vom Immobilienservicebetrieb der Stadt. Das Foyer des Theaters am Alten Markt wurde im Rahmen der energetischen Sanierung des TAM neu gestaltet, wirkt licht und hell.
Seine öffentliche Premiere erlebt es heute Abend mit der Uraufführung des Stückes »Mein Teppich ist mein Orient«. Kleiner wurde die Fläche, weil die Treppen zum Rang aus Brandschützgründen durch Wände vom Foyer abgetrennt wurden; größer wirkt es, weil die Garderobe neu angeordnet wurde und der Blick auf den Alten Markt wieder möglich ist. Arichitekt Joachim Oehme setzt im Foyer auf Weiß und auf »die Lichtstimmung«.
Vor allem »hinter den Kulissen« wurden die insgesamt 2,16 Millionen Euro (2 Millionen aus dem Konjunkturpaket II, 160.000 aus städtischen Mitteln) investiert: in Dämmung, Lüftungsanlage, Sicherheitstechnik, Elektroinstallation, das neue Dach des Bühnenhauses und die Rekonstruktion von Gauben. Stadtwerke und Sparkasse sorgten für eine neue Bestuhlung des Zuschauerraumes (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Intendant Michael Heicks freut sich darüber, dass der Umbau im TAM eine weitere Bühne schafft: Neben dem Saal, dem TAM oben (ebenfalls mit renovierten Foyer und neuen Türen ausgestattet), dem Foyer für die »Freitagnacht«- Reihe gibt es künftig ein »TAM 3« unter dem Dach. Dort wurde eine Wand entfernt, so dass ein großzügiger Raum entstanden ist. Den will Heicks zum einen als Probebühne nutzen, zum anderen aber auch als Ort für den Bereich»Theater jung«. Zuschauen können dort bis zu 60 Besucher. Die Renovierung ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Heicks betont aber: »Es wird im TAM nie mehr als zwei Vorstellungen gleichzeitig geben.« Nach drei Monaten Pause öffnet auch das »Lorca« im TAM wieder – frisch gestrichen. Andreas Oehme, geschäftsführender Gesellschafter von »Sternzeit Catering«, betont, küftig sei auch das TAM-Foyer für geschlossene Gesellschaften zu buchen – bevorzugt nach einer Vorstellung.
Von Burgit Hörttrich und Hans Werner Büscher – Wetsfalen-Blatt Nr. 217, 17. September 2010