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„Eine Katastrophe, wenn der Jibi schließt“

• Hoberge-Uerentrup. Eine große Sorge treibt derzeit einige Bürger aus Hoberge-Uerentrup um: Der Jibi-Markt an der Dornberger Straße, ihr Jibi-Markt, könnte irgendwann, vielleicht in drei Jahren, schließen. Der Supermarkt ist so etwas wie das Zentrum des Stadtteils. Der nächste Nahversorger ist weit weg: entweder in der Innenstadt oder an der Dornberger Straße.

Hintergrund des Nochgerüchts ist, dass der Jibi-Markt unter Platzmangel leidet. Die Marktfläche ist zu klein für heutige Ansprüche, außerdem befindet sich der Getränkemarkt zwei Minuten zu Fuß in dem übernächsten Gebäude. […]

Eines aber ist anscheinend gesichert: Erweitern auf der bestehenden Fläche kann die Filiale nicht. […] Deswegen hoffen Jibi und sein Haupteigentümer dem Vernehmen nach, dass gegenüber dem heutigen Einkaufszentrum in Hoberge-Uerentrup gebaut werden darf. Das Gelände neben dem Feuerwehrhaus gehört der Klasingschen Familienstiftung. Die hatte vor fünf Jahren bereits Pläne, das ein Hektar große Grundstück zu bebauen. Sie präsentierte mit dem Architekturbüro Joachim Oehme 2010 ein Konzept für eine Öko-Siedlung. Doch die Bezirksvertretung Dornberg lehnte mit Mehrheit aus SPD, Grünen und BfB das Projekt aus Umweltschutzgründen ab, ebenso der Landschaftsbeirat. Das Areal liege zu dicht am Teutoburger Wald, stehe unter Landschaftsschutz und sei fürs Klima wichtig. Der für Bebauungspläne maßgebliche Stadtentwicklungsausschuss vertagte dann das Thema. Jetzt wird wieder diskutiert. Neue Pläne liegen vor für die Immobilie, die derzeit von jungen Pappeln bewachsen ist.

[…] Die Politik berät in diesen Wochen die Anfrage. Dem Vernehmen nach ist die Skepsis unter den Bezirksvertretern nach wie vor groß. Ob eine politische Mehrheit für eine Bebauung zustande kommt, gilt als fraglich. Angeblich sind ein Ärztehaus sowie Altenwohnungen im Gespräch.

Für den Jibi wäre ein Neubau jedenfalls die Rettung im Ort. Es heißt, man habe großes Interesse daran, um sich größer und moderner präsentieren zu können. […]

Neue Westfälische, 5./6. September 2015

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